Hawery, Dino Lady, Juke Cove – Sa. 04.09.2021 – Leipzig, Gieszer 16

2021 Live

Hawery, Dino Lady, Juke Cove, OnyonLeipzig, Gieszer 16 (ca. 100 Zuschauer) – Foto: Kalle Kalashnikov

Nach dem Konzert im Juni, wo die Bands noch im Haus spielten, die Boxen in den Fenstern und wir alle unten vor der Gieszer standen, zuhörten und applaudierten, konnte das Konzert jetzt im Freien hinter der Gieszer stattfinden und war damit das erste richtige Dingens für uns seit dem unseligen Virenbefall.
Das Konzert fand im Freien hinter der Gieszer 16 statt und begann schon gegen 16 Uhr, was wir leider nicht geschafft haben. Daher verpassten wir Onyon und eigentlich auch Juke Cove, die gerade beim letzten Stück waren. Wir sahen sie auch nur von hinten, da wir erstmal beim Quatschen vorne hängenblieben.
Ich habe aber einen am 70er-Prog orientierten Heavy-Rock wahrgenommen, eher elegisch angelegt und nicht uninteressant, aber leider für mich aufgrund der Kürze schlecht zu beurteilen. Das Trio stammt aus Leipzig und wird sicher noch von sich hören lassen. Die Qualität ist jedenfalls definitiv da, wovon man sich auch anhand ihrer beiden Alben überzeugen kann, die man auf Bandcamp streamen kann. Das Debut gibts auch auf CD.

Bei Dino Lady aus Leipzig besonders auffällig vorallem die Drummerin, eine richtige Rock-Lady, die ihre Arme durch die Gegend fliegen lässt und lauthals mitsingt. Der Rest etwas bescheidener aber durchaus sehr sympathisch. Die Musik ist zwar definitiv kein Punk, wie die Band selbst gerne ausgibt, auch wenn die Haltung dem entsprechen könnte. Sie sind aber schon ganz klar über die Gitarre im Stoner-Rock angelegt. Sehr gut gefällt mir dabei, dass er wirklich nur rifft. Keine Solos! Kein Firlefanz! Da sind wir tatsächlich nah an der Punk-Auslegung. Das Schlagzeug dazu entsprechend der Akteurin sehr rockig und der durchgehend sehr gute Gesang wieder eher Stoner, was durch die weibliche Stimme aber einen sehr frischen Touch bekommt. Feine Sache.
Hawery aus Berlin und Leipzig konnte dann die gleiche Schiene noch mal etwas aufprofessionalisieren. Über den männlichen Gesang hier allerdings wieder wenig Unterscheidung zu sehr vielen anderen Bands dieser Sorte. Auch wenn sie nämlich aus unterschiedlichen Backgrounds wie Underground-Metal oder Hardcore-Punk kommen, so geben sie doch aus, mit Hawery bewusst die klassische Stoner-Schiene bedienen zu wollen. Gesagt, getan!
Der Sound drückt ordentlich. Das haben sie super im Griff. Solos immer schön melodiös singend und nur gelegentlich eingestreut. Besonders das ausgezeichnete Drumming bringt aber Würze und Abwechslung in das Geschehen. Ansonsten sind sie sehr locker, cool und stilistisch stimmig.
Daher ein sauberer Einstieg für uns in einem angenehmen Ambiente. Mehr davon bitte schnell und viel!

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