Membranes (the) – Mi. 06.09.2017 – Berlin, Posh Teckel

2017 Live

The MembranesBerlin, Posh Teckel (ca. 50 Zuschauer)
Bis heute habe ich die Platte nicht wiedergefunden, die ich damals (ca. 1986) gekauft hatte (ich wusste genau wo sie stand, zwischen The Fall und den Inca Babies … und … naja, so mitteloft angehört, aber immer in Ehren gehalten habe. John Robb hab ich seitdem mehrmals in Musikdokumentationen zu Wort kommen gehört. Immer cool. Immer auf den Punkt.
Vor der aktuellen Europa Tour als Support von Sisters of Mercy (ei, warum machen die das nur?) gaben sie ein kleines Stelldichein in ihrer Berliner Lieblingskneipe, umsonst und im kleinen Hinterzimmer, das sich mit 50 Zuschauern anfühlte, wie die O2 Arena mit 125000.
Die Herrschaften aus Blackpool sind mittlerweile dem „Space“ zugetan. Robb ist immer noch ein schlanker Punk und hat ein ausprägsames Gebahren. Körper, Mimik und Inhalt erinnern sehr an Julian Cope. Die musikalische Darbietung war stark an Robbs Bass angelehnt. Warum die unbedingt zwei Gitarristen brauchen, war nicht so ganz klar. Der alte hatte eh kein Bock auf den neuen Kram und nutzte seine Zeit, um gelangweilt ins Publikum zu starren und seine Brille hochzuschieben. Bei den Zugaben, die die alten Punk-Smasher zu Tage brachten, ging er dann plötzlich ab und die Brille wurde von seinen nun stechend glühenden Augen auf die Nase genagelt. Dann wurde es richtig herrlisch.
Ach ja, die guten Membranes. Ich hab mir hinterher das Tshirt gekauft.

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