Berlin Beat Explosion No. 11 – Fr. 10.09.2016 – Berlin, Bassy Cowboy Club

2016 Live

Berlin Beat Explosion Vol. 11Berlin, Bassy Cowboy Club (ca. 200 Zuschauer)
Freitag: The Royal FlaresLes Playboys
Die Royal Flares aus München haben wirklich ausserordentlich schöne Kompositionen, vor allem die ruhigeren Nummern, finde ich, stehen ihnen besonders. Sie geben sich nicht damit zufrieden, sich ein paar Riffs zusammenzustümpern und sich ansonsten nur auf authentisches Aussehen und ihre Plattensammlung zu berufen. Am Ende spielten sie vielleicht einen Tick zu lange und verloren etwas die Bindung zum Publikum. Aber ich finde es auch nicht unsympathisch, dass sie eben keine Rampensauen sind. Verschrobene Unschuldigkeit ist mir allemal lieber als versuchtes Stargehabe. Letzteres muss auch nicht zwangsläufig unterhaltsamer sein. Manchmal ist ein GoDownInFlames langweiliger als ein paar beharrliche Widergänger. Im Gegensatz zu vielen aktuellen Garage-Bands genieren sich die Royal Flares auch nicht, Bands wie den Byres oder Yardbirds die Ehre zu erweisen (Einfluss, nicht Cover) , was ich ausnehmend interessant finde, da man in der Szene da ja eher mal die Nase rümpft, weil das zu „bekannt“ ist. Wie immer, ist der Star, der was covert, das sonst niemand kennt.
Les Playboys waren dagegen anfangs etwas steif, insbesondere der Sänger taute wirklich erst nach etwas der Hälfte des Sets auf. Dann kamen sie aber wirklich extrem gut in Fahrt und obwohl sie auch sehr ähnlich in den Arrangements waren, gab es doch einen Spannungsbogen, der sich bis zum Ende steigerte. Insbesondere der Basser ist natürlich eine Augenweide. Den Rest tat das Bier …

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